Das Vorhaben: Mehrgenerationen-Wohnen

► Die Idee

Die Kreuzkirchengemeinde Cottbus ist dabei, ein besonderes Wohnprojekt Realität werden zu lassen. Es geht darum, Menschen Wohnraum anzubieten, die sich mit der Grundidee des Projektes „Wohnen – gemeinsam statt jeder für sich allein“ identifizieren können. Es soll ermöglicht werden, dass Menschen aus allen Generationen – zwar jeder in seiner eigenen Wohnung – aber doch in einem nachbarschaftlichen Verbund zusammen leben. Gemeindezugehörigkeit ist dabei keine Voraussetzung. Die Kirchengemeinde reagiert damit auf die Beobachtung, dass immer mehr Menschen unter Einsamkeit leiden und sich mehr Gemeinschaft mit anderen wünschen.

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Die Kreuzkirchengemeinde betrachtet es als Teil ihres Auftrages in der Gesellschaft, sich für gute gemeinschaftsfördernde Lebensbedingungen von Menschen einzusetzen. Dazu gehört insbesondere, dem von vielen seit der Wiedervereinigung so stark beklagten Trend zunehmender sozialer Kälte entgegenzuwirken. Als sich die Möglichkeit ergab, das Nachbargrundstück (Karlstr. 79) zu erwerben, wurde dieses als Chance begriffen, sich mit einem konkreten Projekt auch für die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation im Quartier einzusetzen. Dabei ging es nicht darum, eine heimähnliche Institution zu gründen, sondern innerstädtischen Wohnraum zu schaffen, der vom Konzept her der Vereinsamung entgegen wirkt und nachbarschaftliches Miteinander fördert. Dies betrachtet die Gemeinde als Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier.

Mit den unterschiedlichen Wohnungsgrößen sollen sowohl Einzelpersonen, als auch Paare, als auch Familien unterschiedlicher Größe angesprochen werden. Es geht ausdrücklich darum generationenübergreifendes Wohnen zu entwickeln.
Leben in einem Beziehungsnetz mit allen Generationen soll möglich werden.
Jeder hat seine eigene Wohnung, aber

  • man wohnt in direkter Nachbarschaft zu Bekannten
  • besucht werden und besuchen ist leicht möglich
  • Generationen lernen voneinander
  • ältere Menschen können ihre Kompetenz einbringen („Leih-Opa“ zeigt Kindern, wie man einen Drachen baut; Patenschaften zwischen Jung und Alt entstehen)

Nachbarschaftshilfe wird möglich:

  • junge Leute bringen beim Einkaufen für ältere Leute etwas mit
  • ältere Leute werfen schnell mal ein Auge auf die Kinder, während eine junge Mutter oder Vater noch schnell was erledigen muss
  • junge Leute helfen Älteren, die Geburtstagsfeier zu gestalten
  • junge Leute helfen Älteren bei Behördengängen
  • ältere Menschen haben in Rufweite jemanden, der ihnen bei Bedarf behilflich ist
  • Unterstützung für Alleinerziehende
  • Hausaufgabenhilfe durch Senioren

Gemeinsame Zeitgestaltung wird möglich:

  • ohne lange Wege realisierbar
  • in Gemeinschaftsräumen der Kirchengemeinde kann man z.B. seinen Geburtstag feiern
  • Kinder wachsen gemeinsam mit anderen auf

Gemeinsame Nutzung von Räumen, Einrichtungsgegenständen und Geräten ist möglich:

  • Werkstatt
  • Freisitze im Garten
  • Kinder haben Platz auf dem Kirchengrundstück (z.B. Trampolin)

Wohnraum direkt bei der Kirche

  • der Weg zu Gemeindeveranstaltungen (sofern eine Teilnahme gewollt ist) bedeutet nur noch ein paar Schritte über den Hof

Regelmäßige Bewohnerversammlungen sollen dazu dienen, dass das gemeinsame Leben entwickelt wird.

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► Grundstück und Gebäude

Die insgesamt 20 Mietwohnungen unterschiedlicher Größe befinden sich in zwei Gebäuden, die auf dem Grundstück Karlstr. 79 / Webschulallee 4 in Cottbus errichtet worden sind. Die Wohnungen sind zum 1. März 2019 bezugsfähig. Der Standort ist günstig; mit der Haltestelle „Bonnaskenplatz“ in unmittelbarer Nähe besteht Anschluss an gleich 2 Straßenbahnlinien (Linie 1 und 4); die Innenstadt ist zu Fuß in 10 Min. erreichbar; das TKC mit Einkaufszentrum und Ärztehaus erreicht man zu Fuß in 5 Minuten.

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Haus 1 liegt direkt an der Webschulallee und begrenzt das Grundstück zum Süden hin; Haus 2 steht an der Karlstraße. Beide Häuser sind zum Innenhof hin orientiert. Dieser Innenhof erweitert sich durch die Möglichkeit, auch das Kirchgrundstück Karlstr. 80 mit einzubeziehen, das durch einen offenen Durchgang mit dem neu zu bebauenden Grundstück verbunden ist.
Haus 2 steht Wand an Wand mit dem Gemeindehaus der Kreuzkirchengemeinde, in dessen Erdgeschoss sich Gemeinderäume befinden, die als Gemeinschaftsräume für das Mehrgenerationenwohnen genutzt werden sollen.
Insgesamt sind 8 Wohnungen barrierefrei und 1 Wohnung rollstuhlgerecht konzipiert.

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► Hier ein LTV-Beitrag vom Beginn des Projektes im Januar 2018: